Übernahmepoker: GVC und 888 wollen bwin.party

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    Wenn sich zwei streiten, freut sich in der Regel der Dritte. Diese Weisheit dürfte sich für die bwin.party-Gruppe bewahrheiten. Der Wett- und Gamingriese ist seit dem letzten Jahr auf der Suche nach einem Fusions- oder Übernahmepartner und kann sich mittlerweile über mangelndes Interesse nicht beklagen. Seit einigen Tagen stehen gleich zwei Interessenten im Ring und scheinen sich gegenseitig hochzubieten. Sowohl die GVC-Gruppe als auch der Glücksspielkonzern 888 haben Angebote gelegt.
     

    zum Wettangebot von Bwin

     
    Damit kann die bwin.party-Gruppe trotz eines Verlustes von 92 Millionen Euro im Jahr 2014 zwischen mindestens zwei Interessenten, die sich eine “Bieterschlacht” liefern dürften, wählen. Vom jüngsten Verlust lassen sich weder der Glücksspielkonzern Gaming VC, der unter anderem die Marken Casino Club, betboo und Sportingbet (mit Ausnahme des australischen Geschäfts) unter seinem Dach vereint, noch die britische 888 Holding beeindrucken. Schließlich hat österreichisch-britischen Online-Glücksspielanbieter einen Börsenwert von ca. 1,25 Milliarden Euro.

    “Der Vorstand von bwin.party bestätigt, dass er weiterhin in Verhandlungen über unterschiedliche Geschäftsbeziehungen mit dritten Parteien steht und einige verbesserte Angebote (darunter auch eines von GVC Holdings PLC) erhalten hat.”

    bwin.party-Presseaussendung vom 15. Mai 2015

     

    Übernahmepoker geht in die nächste Runde

    Zunächst wurde offiziell bestätigt, dass GVC ein Übernahmeangebot gelegt hat. Kenneth Alexander, CEO der GVC Holding, hatte betont, nichts überstürzen zu wollen. Nachdem am Montag mit 888 ein weiterer Interessent aufgetaucht ist, hat die Sportwettenfirma mit Sitz auf der Isle of Man, zu der unter anderem der Wettanbieter Sportingbet gehört, noch einmal nachgelegt.
     
    Partner vom Wettanbieter Bwin

    Grafik oben: die Partner von Bwin – aufgrund zahlreicher Kooperationen mit den größten und bekanntesten Sportvereinen hat es der Wettanbieter Bwin zu einer weltweiten Bekanntheit gebracht. Nun ist der Sportwettenanbieter Ziel von Übernahmeangeboten
     
    Gaming VC hat sich mit dem kanadischen Pokerriesen Amaya Gaming (u.a. PokerStars) zusammengetan und ein neuerliches Gebot für bwin.party digital entertainment plc, der börsennotierten Holding des Wettanbieters Bwin, abgegeben. Es liegt nunmehr bei 1,5 Milliarden Euro in bar sowie neuen GVC-Aktien. Dies berichtet die Londoner “Financial Times”. Im Falle eines Zuschlags würde der bwin.party Geschäftsbereich Poker an die Kanadier verkauft werden, die anderen Teile des Konzerns, darunter der Sportwettenbereich Bwin, würden gemeinsam kontrolliert werden.

     

    Bwin-Aktie steigt nach Übernahmegerüchten

    Experten erwarten nun eine regelrechte Bieterschlacht, denn aller Wahrscheinlichkeit nach wird nun auch 888 nachbessern. Man darf gespannt sein, wie sich GVC und 888 versuchen, gegenseitig zu überbieten oder ob noch andere Interessenten auftauchen. Der Bwin-Aktie haben die Übernahmespekulationen auf jeden Fall gut getan.

    Oben: Video über den Jahresbericht 2014 von bwin.party. Unter anderem spricht Norbert Teufelberger, CEO des Branchenriesen über Strategie und Pläne des Konzerns, der auf der Suche nach einem Käufer bzw. Fusionspartner ist.
     

    Aus der Redaktion von wettanbieter.de

    Markus

    Seit der Jahrtausendwende befasst sich Markus mit dem nationalen und internationalen Sportgeschehen und kann auf eine umfassende Erfahrung in der Berichterstattung speziell über Fußball zurückblicken. Nachdem er bei zahlreichen Top-Ereignissen wie WM und Euro vor Ort war, hat er sich dem Thema der Sportwetten zugewandt und klopft sie auf wettanbieter.de regelmäßig aus Sicht des Fußballexperten auf ihre Stärken und Schwächen ab.