Fusionspläne & Website Relaunch: Ladbrokes krempelt Wettangebot um

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    Nachdem das erste online Sportsbook bereits im Jahr 1998 gelauncht wurde, kann Ladbrokes getrost als „Early Mover“ der Branche bezeichnet werden. Dennoch musste „The Big Red“ dabei zusehen, wie die britische Konkurrenz Bet365 und William Hill in Sachen online Erfolg davon zog. 17 Jahre später, 2015, ist der Buchmacher, der auf die längste Geschichte der Branche zurückblicken kann, nach wie vor insbesondere für seine Wettshops bekannt, das online Geschäft aber stagniert.
     


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    Abhilfe soll nun der, historisch bereits zweite, Versuch einer Hochzeit mit dem britischen Mitbewerber Coral (firmiert aktuell unter Gala Coral) bringen, von dessen online Wettangebot Ladbrokes profitieren könnte. Wie letzten Freitag bekannt wurde, sind sich die Vorstände der beiden börsennotierten Konzerne bereits über die Bedingungen einer Fusion einig, jetzt ist nur mehr die formale Zustimmung der Aktionäre abzuwarten. Ebenfalls einmischen könnte sich die britische Wettbewerbsbehörde.

     

    Fusion könnte an Konzentrationsbedenken scheitern

    Bereits 1998, ein Jahr nachdem Ladbrokes den kleineren Konkurrenten per Kauf geschluckt hatte, machte die britische Regierung den Expansionsplänen von „The Big Red“ einen Strich durch die Rechnung. Mit dem Zusammenschluss war der mit Abstand größte Anbieter von stationären Sportwetten im Vereinten Königreich entstanden und die Sorge, der Wettbewerb könnte zerstört werden, keimte auf. Binnen sechs Monaten mussten die zuvor erworbenen Coral-Wettshops wieder veräußert werden.

    Auch die aktuell geplante Fusion würde Ladbrokes Coral, wie die Gruppe künftig heißen soll, zum größten Buchmacher Großbritanniens, mit rund 2,3 Mill. GBP Gesamtwert machen. Bestandteil des Deals wäre nämlich neben dem gesamten Ladbrokes-Konzern, der Großteil der Gala Coral Gruppe, jedenfalls das online Geschäft sowie die Wettshops in UK und Italien. Etwas weniger als 50% der im Königreich lizenzierten Wettshops sowie etwa 73% der Buchmacherpräsenz in den Hauptstraßen der Nation wären infolgedessen fest in der Hand des neuen Großkonzerns, der beide Marken – Coral wie Ladbrokes – weiterzuführen gedenkt.


    RufzeichenWussten Sie? Mit Gründungsjahr 1926 zählt der Buchmacher Coral gemeinsam mit BetVictor, William Hill und Landbrokes zu den ältesten Wettunternehmen

    RufzeichenWussten Sie? In Großbritannien verfügt Coral über 22% Marktanteil im stationären Wettgeschäft und rangiert damit nur knapp hinter William Hill und Ladbrokes


    Hintergrund des Fusionswunsches sind freilich nicht nur die positiven Auswirkungen auf das online Geschäft von „The Big Red“. Angesichts der im Glücksspielsektor zunehmend steigenden Steuerbelastungen entspricht es dem aktuellen Trend der Branche, auf Synergieeffekte durch Vergrößerung zusetzen (vgl. die kürzlich bekannt gewordene Übernahme von Bwin durch 888). Im Falle von Ladbrokes und Coral soll der Zusammenschluss, so die Einschätzung, etwa 65 Millionen Pfund Einsparungen im Jahr bringen.

     

    Nur wenige Tage nach Bekanntwerden des Deals: Ladbrokes launcht neue Website

    Die Verbesserungen am online Auftritt, wenn auch keine inhaltlichen, ist Ladbrokes übrigens bereits in Eigenregie angegangen: Am heutigen Montag (28. Juli 2015), nur wenige Tage, nachdem die Information über die Einigung mit Coral an die Öffentlichkeit drang, hat der Buchmacher seine neue Website, mit einem deutlich veränderten Webdesign, gelauncht.

    Verantwortlich dafür zeichnet das Unternehmen Mobenga, das bei seinen Weblösungen auf möglichst nahtlose Übergänge zwischen PC-, Tablet- und Smartphone Optik setzt. Demzufolge ist der neuen Ladbrokes-Plattform die sogenannte „mobile-first“-Strategie zugrunde gelegt. Das heißt, Ausgangsbasis der Überlegungen zum Design ist der kleinste Bildschirm, also jener des Smartphones, die PC-Ausgabe der Website ist demnach lediglich eine vergrößerte Version der mobilen Seite.

     

    Der neue Ladbrokes online Auftritt 2015

    So sieht die neue Website des Buchmachers Ladbrokes aus.

     

    Was damit gemeint ist, werden geübte Smartphone-User der neuen Ladbrokes-Optik übrigens sogleich ansehen. Sie erinnert, mit ihrem ein- und ausblendbaren Seitenmenü und mit ihren im Baukastenprinzip angeordneten Flächen stark an Oberflächen, wie sie für mobile Endgeräte programmiert werden.

    Das Einzige, was noch – neben dem Wettangebot – an die alte Seite erinnert, ist das berühmte Ladbrokes-Rot, das sich selbstverständlich auch durch den neuen Webauftritt zieht. Ansonsten hat man das Gefühl, den Wettanbieter komplett neu kennenzulernen. Es bleibt demnach zu hoffen, dass der Relaunch nicht zunächst, noch bevor der User ihm seine Vorzüge entlocken kann, zum Schreckgespenst mutiert.

     

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    Aus der Redaktion von wettanbieter.de

    Daniela
    Daniela ist eine Spätberufene in Sachen Sportwetten. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst für eine Full-Service-Agentur, bevor sie im Jahr 2012 den Sport und die Sportwette durch Zufall für sich entdeckte. Ihre besondere Vorliebe gilt der Auseinandersetzung mit neuen Themen, weshalb sie sich auf wettanbieter.de bevorzugt mit Strategien, Know-How und dem intensiven Testen der neuen Sportwettenanbieter befasst.
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