EM Finale 2016: Frankreich ist gegen Portugal Favorit

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    Was vor exakt einem Monat mit 24 Mannschaften begann, wird nun am Sonntag von Frankreich und Portugal zu Ende gebracht: Zwischen dem favorisierten Gastgeber und der Selecao entscheidet sich, welche Nation von den früh gescheiterten Spaniern den europäischen Fußballthron übernimmt.

    Dabei darf getrost darüber gestritten werden, ob der neue Titelträger dieser besonderen Ehre tatsächlich würdig ist: So war es den Portugiesen bekanntlich erstmals im Halbfinale gelungen, eine Partie im Rahmen der regulären Spielzeit siegreich zu gestalten.

     

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    Bevor dieses offenbar recht komplizierte Kunststück gegen Wales gelang, hatte sich das Team in der Vorrunde gegen Island, Österreich und Ungarn jeweils mit einem Punkt begnügen müssen – auch gegen Kroatien und Polen kam man danach erst in der Verlängerung bzw. dem Elfmeterschießen zum Zug.

    Dem standesgemäßen Finaleinzug der Franzosen haftet dagegen der Makel an, im gesamten Turnierverlauf nur auf einen ernsthaften Prüfstein getroffen zu sein: Und in eben jenem Halbfinale gegen Deutschland stellten sich „Les Bleus“ nicht unbedingt als die bessere Elf heraus.

    Bevor der Titeltraum infolge eines Doppelpacks von Antoine Griezmann in die Binsen ging, hatten allein Jogis Jungs Ball und Gegner im Griff: Im Stile eines reichlich verschusselten Weltmeisters wurde von der dominierenden Mannschaft lediglich das Toreschießen vergessen.

    Die siegreichen Franzosen haben am Donnerstagabend dagegen vor allem mit ihrer Cleverness entscheidende Duftmarken gesetzt: Auf die freundlichen Einladungen von Schweinsteiger, Kimmich und Kollegen ging die Equipe Tricolore ohne jegliches Zaudern ein.

     

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    Frankreich
    1,45
    1,45
    1,44
    1,45
    1,45
    1,50
    1,45
    1,44
    Portugal
    2,80
    2,70
    2,87
    2,85
    2,85
    2,60
    2,95
    2,87

     

    Die Franzosen sind kaum noch einzufangen

    Dennoch zeigten gerade jene Szenen, dass der Gastgeber wohl doch nicht ganz zu Unrecht in das Finale eingezogen ist: Im Gegensatz zur deutschen Auswahl kriegten die Franzosen ihre anfänglichen Probleme in der Offensive in den letzten Tagen schließlich immer besser in den Griff.

    Wurde insbesondere in der Vorrunde noch ein erkennbarer Plan vermisst, bekamen die Auftritte des zweifachen Europameisters in der K.-o.-Runde zunehmend Hand und Fuß: Auch dank der Umstellung auf ein 4-2-3-1-System hat sich das Team zu einer gefräßigen Tormaschine entwickelt.

    Während nach den drei Gruppenspielen gegen Rumänien, Albanien und der Schweiz mit Ach und Krach vier Torerfolge zu Buche schlugen, konnte diese Quote zuletzt mehr als verdoppelt werden: Im Achtel-, Viertel- und Halbfinale wurden satte neun Mal Nägel mit Köpfen gemacht.

    Mit seinen fünf Treffern gegen Irland, Island und Deutschland ist dieser Aufschwung vor allem Antoine Griezmann zu danken: Im Verbund mit den kongenialen Mitstreitern Giroud und Payet hatte allein das stürmische Trio im Schnitt zwei Mal pro absolvierter EM-Partie geknipst.

     

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    Die starken Leistungen von Antoine Griezmann (vorne) sind einer der Hauptgründe, warum Frankreich im Finale steht. (Credit: FRANCK FIFE / AFP / picturedesk.com)

     

    Dass die Urgewalt des französischen Angriffs auch an weniger gelungenen Tagen Tore verspricht, könnte natürlich auch im Endspiel von ausschlaggebender Bedeutung sein: Für die beste Offensive des Turniers werden die Blauen deshalb auch mit der deutlichen Favoritenstellung belohnt.

    Macht der Triumph in Saint-Denis nach der EM 1984 und der WM 1998 nunmehr den Heimsieg-Hattrick komplett, spielt dies bei den Wettanbietern lediglich den 1,5-fachen Wetteinsatz ein – dagegen reichen die Quoten für einen Sieg der Portugiesen bis knapp an die 3,0 heran.

    Mit diesen Prognosen bekommt die Mannschaft von Fernando Santos die Quittung dafür präsentiert, dass sie sich bis zuletzt eher schwerfällig durch das Turnier gemogelt hat; die notorische Sieglosigkeit bis zum Halbfinale hat verständlicherweise nicht nur für euphorische Töne gesorgt.

     

    Portugal hat sich neu erfunden

    Ist die anfängliche Kritik in der Heimat angesichts der mittlerweile gefeierten Erfolge jedoch längst verstummt, scheint auch andernorts der Spott zunehmend dem Respekt zu weichen: Immerhin ist es Santos gelungen, einen ernst zu nehmenden Titelaspiranten zusammenzubauen.


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    Bild: Auch beim Traditionsbookie Interwetten ist die Equipe Tricolore der eindeutige Favorit im Finale.


    Hatte der Trainer vor zwei Jahren bereits die griechische Auswahl mit klassischem Anti-Fußball zum bislang größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft geführt, könnte dieses Mal nun die eigene Nation der Nutznießer seiner im Zweifel stets defensiv ausgerichteten Spielphilosophie sein.

    Hatte im Falle der Griechen jedoch noch der bloße Einzug ins Achtelfinale gereicht, um einen historischen Erfolg zu feiern, muss es mit der Selecao für eine solche Bestmarke schon der Titel sein – mit einer Final-Niederlage hat das Team bereits beim Heim-Turnier 2004 seine Erfahrungen gemacht.

    Zu den damaligen Verlierern hatte unter anderem auch Cristiano Ronaldo gehört, der sich von jener Schmach nun endlich reinwaschen kann: Wie keinen Zweiten treibt CR7 zudem die Gewissheit an, dass sich ewiger Ruhm noch immer am verlässlichsten mit einem Triumph im Nationaltrikot erlangen lässt.

    Sollte der dreifache Weltfußballer seine Farben am Sonntag tatsächlich zum ersten großen Titel führen, hätte er damit auch seinem Langzeit-Rivalen einen schweren Schlag versetzt – bekanntlich sammelte Lionel Messi unter ungleich besseren Voraussetzungen lediglich Silbermedaillen ein.


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    Bild: Bei den Torschützenwetten von Bet365 sind unter den fünf Favoriten gleich vier Franzosen.


    CR7 träumt von der endgültigen Krönung

    Der ohnehin schon außergewöhnliche Ehrgeiz von Cristiano Ronaldo droht in Saint-Denis deshalb eine besorgniserregende Größenordnung zu erreichen: Das Halbfinale bot bereits einen ersten Vorgeschmack, was die Franzosen in ihrem Nationalheiligtum erwarten wird.

    In einem zunächst nicht in die Gänge kommenden Duell war es schließlich auf CR7 zurückzuführen, dass der Einzug ins Endspiel dann doch schon nach einer knappen Stunde beschlossen war – mit einem Tor und einem Assist beförderte Ronaldo die Waliser innerhalb von drei Minuten auf die Bretter.

    Mit absoluter Sicherheit hat der stürmische Superstar nun auch im Finale eine tragende Rolle für sich vorgesehen: Auch die Buchmacher halten es bei ihren Torschützenwetten für möglich, dass es der amtierende Champions-League-Sieger im Alleingang mit den Franzosen aufnehmen kann.

    Aus der Redaktion von wettanbieter.de

    Timo
    Timo widmete sich schon in seiner Kindheit dem Sport, zu einer Profikarriere reichte es dann in Folge allerdings knapp nicht. Um in diesem Bereich aber trotzdem beruflich tätig zu sein, studierte er Sportjournalismus in Salzburg. Nach einer Mitarbeit im Presseteam für die Handball EM 2010 sowie einem Praktikum bei einem Online-Portal, wagte er zunächst noch einen kurzen Sprung in die Welt der Musik. Anschließend kehrte er aber wieder zu seinem Fachgebiet als Redakteur zurück. Aktiv spielt er immer noch begeistert Basketball, außerdem ist er auf wettanbieter.de ein ausgewiesener Spezialist in Sachen US-Sport und Fußball.
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